DC-Laden ohne Installationsaufwand
Schnellladestationen bringen normalerweise hohe Installationskosten mit sich und belasten bei Gebrauch das Stromnetz stark. Juice Technology möchte hier Abhilfe schaffen und bietet eine Alternative an: eine DC-Ladestation mit Akkuspeicher.
DC-Schnellladen ohne Netzausbau und ohne grossen Installationsaufwand? Was erst mal unrealistisch erscheint, wird mit Blick auf den Juice Ultra 2 battery schnell Realität. Die Ladestation begnügt sich mit einer simplen roten CEE32-Industriesteckdose und ermöglicht dann eine Schnellladung mit bis zu 210 kW. Das schafft die Station natürlich nicht mit dem reinen Netzanschluss, sondern wie der Name es schon verrät, mit einer grossen Batterie im Gepäck. Der 233 kWh grosse Akku reicht für sechs bis sieben Standard-Ladevorgänge in Serie und ist danach rasch wieder aufgeladen. Für Power-User ist auch eine 466 kWh-Variante erhältlich. «Die Voraussetzungen für eine Installation sind sehr tief» bekräftigt der CEO und Gründer von Juice, Christoph Erni. «Der Juice Ultra 2 battery benötigt nicht mehr Strom als eine normale AC-Ladestation.»
Hinstellen, anschliessen, einsatzbereit
Während DC-Ladestationen bisher richtige Bauprojekte darstellten, reicht beim Juice Ultra 2 battery eine ebene Fläche. Innert einer Stunde ist das Gerät aufgestellt, ans Netz angeschlossen und einsatzbereit. Jede rote Industriesteckdose kann hierfür verwendet werden, besonders empfohlen sind CEE32, 63 oder 125. «Faktisch benötigt man nicht einmal ein verstärktes Fundament. Hinstellen, anschliessen, einsatzbereit, lautet die Devise», so Erni.
Die Schnellladestation verfügt über eine Ausgangsleistung von bis zu 210 kW, die über eine intelligente Lastverteilung auf zwei CCS-Ladepunkte aufgeteilt werden kann. Er ist in zwei Varianten erhältlich: mit einer Batterie-Einheit von 233 kWh Speicherkapazität oder mit zwei Batterie-Einheiten, die eine kombinierte Kapazität von 466 kWh bieten. Die Garantiezeit für den von Marktführer BYD bezogenen Akku beträgt 60 Monate.
Hohe Ladeleistung bei niedriger Anschlussleistung
Das integrierte Energiespeichersystem mit Lithium-Ionen-Batterien wird von einem leistungsstarken Energiemanagementsystem (EMS) gesteuert, das sowohl lokal als auch per Fernzugriff bedient werden kann. Dieses EMS koordiniert die Energieflüsse zwischen Netz, Batterie und Elektrofahrzeugen und sorgt für eine optimierte Energieverteilung.
Durch die kontinuierliche Versorgung der Batterien mit Strom wird eine hohe Ladeleistung trotz niedriger Netzanschlussleistung erreicht. Gleichzeitig wird die Belastung des Netzes auf ein Minimum reduziert, was sich wiederum in deutlich geringeren Gebühren beim Netzbetreiber niederschlägt. «Diese gleichmässige Dauerlast ist natürlich auch für die Energieversorger von Vorteil. Da keine Spitzen auftreten, kann er den Verbrauch perfekt planen», erläutert Christoph Erni.
Solarstrom einspeichern und flexibel laden
Einen ganzen Fuhrpark mit Solarstrom laden? Auch das ist kein Problem: Mit dem intelligenten Energiemanagement lässt sich die Lösung mit PV-Anlagen problemlos integrieren. «In Verbindung mit PV-Strom lässt sich die Batterie natürlich sehr kostengünstig auffüllen», so Erni. Für eine einfache Zahlungsabwicklung ist auch ein Kreditkartenterminal erhältlich, oder man scannt einfach den angezeigten QR-Code und bezahlt so. Ein 19-Zoll-Touchscreen sorgt zudem für ein angenehmes Ladeerlebnis und zeigt alle wichtigen Informationen an. «Schlussendlich muss ein Ladevorgang so einfach funktionieren wie es der E-Auto-Pionier Tesla vormacht – Plug & Charge, ohne Hindernisse».
Dank der platzsparenden Bauweise ist die Schnellladestation zudem flexibel auf Parkarealen einsetzbar und den Einsatzorten sind wenig Grenzen gesetzt. «Ob Flottenbetreiber oder Transporteure, bei Einkaufsläden oder Grossverteiler, überall, wo man mal eine halbe Stunde steht, wäre ein einfaches und schnelles Aufladen möglich», so Christoph Erni abschliessend.
Schnelle Installation: Der Juice Ultra 2 battery kann ohne aufwendige bauliche Massnahmen direkt an eine gewöhnliche CEE32-Industriesteckdose angeschlossen werden, wobei ein Anschluss über CEE63 oder 125 ebenfalls möglich ist, um ein schnelleres Laden zu gewährleisten und mehr Fahrzeuge nacheinander zu laden.
Vermeidung von Lastspitzen: Die Ladestation umgeht Lastspitzen, die sonst Kosten verursachen, die an den Netzbetreiber entrichtet werden müssen. Die Batterie wird kontinuierlich über den Tag hinweg oder nur zu Zeiten mit günstigen Stromtarifen geladen, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.
Solargesteuertes Laden: Das clevere Energiemanagementsystem ermöglicht das Speichern und Nutzen von Strom aus PV-Anlagen für das Laden von Elektrofahrzeugen ohne zusätzliche Installationen. Der produzierte Solarstrom wird zuerst für den Eigenverbrauch im Gebäude verwendet, bevor er zur Aufladung der Ladestationen genutzt wird.